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Veröffentlicht am 01. Juli 2017

Datensicherheit im Bewerbungsprozess durch anonyme Bewerbung

Wenn das nicht paradox ist…: Hacker und Spammer könnten in den nächsten Jahren durch Ihre verstärkten Aktivitäten auch das Prinzip der anonymen Bewerbung voranbringen. Es ist anzunehmen, dass in einer immer stärker vernetzten Welt Anonymität zum Wettbewerbsvorteil wird.

Die anonyme Bewerbung erhält Unterstützung von unerwarteter Seite

Datensicherheit ist in aller Munde. Der Anfangs noch etwas unbedarfte Umgang mit den neuen Medien weicht einer kritischeren, vorsichtigeren Haltung. Das hat mit den häufigeren Nachrichten über Datenlecks, Hackerangriffen,… zu tun. Bewerber/innen stellen sich vermehrt Fragen wie:

  • Sind meine Bewerbungsdaten eigentlich „sensible Daten“?
  • Welche Marktingunternehmen (oder Kriminelle?) könnten aus meinen Daten Vorteile ziehen?
  • Wo werden meine Bewerbungsdaten gespeichert? Wie lange?
  • Werden sie weitergeleitet?

Datensicherheit im Bewerbungsprozess hat zwei Seiten

Neben den oben gestellten Fragen der Bewerber/innen wird Datensicherheit im Bewerbungsprozess auch für Unternehmen wichtiger:

  • Beim Sammeln und Speichern von Bewerbungsdaten über Online-Systeme stellt sich die Frage, wie sicher diese Anwendungen in Netz sind

Auch beim Erhalt von e-mail-Bewerbungen ist zunehmend Vorsicht geboten:

  • Immer öfter tarnen Hacker Ihre Angriffe als e-mail-Bewerbungen
  • Wer in einer Personalabteilung täglich 20 oder mehr e-mails mit Anhängen öffnet, kann schon einmal einen verseuchten .zip-Anhang übersehen…
  • Zumal die Aufbereitung dieser Attacken immer professioneller wird.

Die anonyme Bewerbung bietet Sicherheit für beide Seiten

aber nur in der Form, wie sie von „apply LIVE“ angeboten wird:

  • Bewerber/innen buchen im ersten Schritt nur einen Termin, ohne Unterlagen mit sensiblen Daten zu senden
  • Für Unternehmen: Hacker müssten einen Termin buchen und anrufen, skypen oder persönlich vorsprechen (und damit letztlich aus dem Schutzversteck IHRER Anonymität herauskommen…)

Bringt der wachsende Fokus auf Datensicherheit im Bewerbungsprozess einen Rückenwind für die anonyme Bewerbung?

Ich hoffe es. Klug wäre es für beide Seiten (Arbeitnehmer/innen und Unternehmen), im immer schneller werdenden technischen Rüstungswettlauf zwischen Systemanbietern und deren kriminellen Gegenspielern durch so etwas „Altmodisches“ wie einen persönlichen Kontakt der/die lachende Dritte zu sein.

Anmerkung des Autors: Vielleicht ist Ihnen beim Lesen des Artikels aufgefallen, dass ich „Hacker“ und „Spammer“ nicht in der gebotenen geschlechtsneutralen Formulierung angeführt habe. In diesem Text kommen keine „Hacker/innen“ und „Spammer/innen“ vor. Warum das so ist: es schaut für mich einfach zu komisch aus und ich denke, dass es kein Messer in den Rücken der Gleichberechtigung darstellt, wenn diese beiden „Berufsgruppen“ nicht dazugehören. Sie sind ja auch nicht legal…