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Veröffentlicht am 17. November 2016

Vorteile beim Einholen von Referenzen über anonyme Bewerbungen

Eins wird vorweg klargestellt: Das Einholen von Referenzen soll Positiv-Referenzen hervorbringen

Wir wollen mit den folgenden Tipps keinesfalls die geheimniskrämerische Suche nach irgendwelchen dunklen Flecken im Lebenslauf unterstützen – auch der voyeuristische Besuch von Social-Media-Profilen zur Gewinnung von Persönlichkeitsinformationen über BewerberInnen ist sehr bedenklich: Wer würde in einem solchen Unternehmen arbeiten wollen, das solche Methoden anwendet?

Wenn die Einholung von Referenzen im Vorfeld mit den BewerberInnen jedoch abgestimmt ist?

Dann halten wir die Einholung von Referenzen – mit der Erlaubnis der BewerberInnen – für OK. Sie wird vor allem positive Referenzen an Tageslicht bringen. Wer nach längerer Berufslaufbahn immer noch keine Fürsprecher in eigener Sache vorweisen kann, sollte sich für Vorstellungsgespräche und anoynme Bewerbungen eine griffige Erklärung vorbereiten, warum das so ist. (Und vor allem auch seine/ihre bisherige Performance als Kollege/Kollegin/MitarbeiterIn überdenken…)

BerufseinsteigerInnen können notfalls auf Praktikums-Arbeitgeber oder jobrelevante LehrerInnen zurückgreifen. Wer sich dazu bereits VOR dem Absenden der Bewerbungsunterlagen oder dem Buchen eines LIVE Bewerbungstermins Gedanken macht: umso besser.

Das Einholen von Referenzen ist im Nebeneffekt auch eine Motivationsprüfung.

Gut vorbereitet in´s Vorstellungsgespräch zu gehen, ist ein MUSS. Wem der Job wichtig ist, der/die tut das. Dazu gehört auch eine Strategie für die Situation, wenn Arbeitgeber Referenzen einholen wollen. Es punktet hier, wer schnell Folgendes liefern kann:

  • Name und Funktion des/der Vorgesetzten
  • (Anmerkung: besser ist, wenn die Person noch im Unternehmen ist, aber es ist keine Bedingung. Dann sollte dies allerdings klar im Vorfeld kommuniziert werden)
  • Telefonnummer plus Durchwahl und/oder Mobilnummer
  • Hinweis, dass man dort gerne jederzeit anrufen könne
  • (d.h. der/die ReferenzgeberIn sollte über eventuelle Anrufe zum Einholen von Referenzen vorinformiert sein)

Welches Unternehmen erhält aber diese Informationen am schnellsten?

Unternehmen, die auf anonyme Bewerbungen setzen. Sie können bereits in das Aviso für BewerberInnen hineinschreiben, dass sich diese für das Erstgespräch überlegen sollen, wer als Referenz / FürsprecherIn in eigener Sache dienen könnte. Im besten Fall mit Angabe aller Daten wie oben angeführt. Damit sind BewerberInnen top vorbereitet, was das Einholen von Referenzen betrifft.

Eine schöne Zeitersparnis für RecruiterInnen.

Wie schon am Anfang des Artikels erwähnt: es geht hier ausschließlich um die Einholung von Positiv-Referenzen. An andere Informationen kommt man nur mit anderen, aufwändigeren Methoden, die - vollkommen wertfrei gesagt: - weit über die Möglichkeiten von anonymen Bewerbungen hinausgehen…

Zur Person am Titel-Foto:

Peter Ritter von Bohr, 1773 – 1847, Mitbegründer der Donau Dampfschifffahrts-Gesellschaft und Start-Aktionär der Ersten Österreichischen Sparkasse, zählte unter Anderem Fürst von Metternich und Kaiser Franz I. zu seinem Freundeskreis. Die Affäre, dass sein gesamtes Vermögen auf gefälschtem Geld aufbaute, wurde 1845 bekannt, dann zur Verschluss-Sache erklärt und darüber eine 70-jährige Nachrichtensperre verhängt.

In diesem Fall hat niemand Referenzen eingeholt…